Symbicort (Budesonid/Formoterol) Pulverinhalator

Symbicort ist ein Inhalationsarzneimittel, das die beiden Wirkstoffe Budesonid und Formoterol enthält. Es dient der regelmäßigen Behandlung von Asthma bei Erwachsenen und Jugendlichen. Ärzte setzen es auch zur Linderung von Symptomen bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) ein.

Die Wirkstoffkombination kontrolliert Entzündungen in den Atemwegen und bewirkt zugleich eine langanhaltende Erweiterung der Bronchien. Als Medikament für die Dauertherapie hilft Symbicort, Symptomen und Krankheitsschüben (Exazerbationen) vorzubeugen. Es ist jedoch nicht zur Behandlung akuter Atembeschwerden geeignet.

Produkt Dosierung Menge Preis Bestellen
Symbicort (Powder Form) 160/4,5 mcgmg 1 inhaler €61.21
Symbicort (Powder Form) 160/4,5 mcgmg 3 inhaler €157.40
Symbicort (Powder Form) 160/4,5 mcgmg 6 inhaler €288.58

Was ist Symbicort und wofür wird es angewendet?

Symbicort ist ein Pulver zur Inhalation, das mit einem speziellen Inhalator wie dem Turbuhaler verabreicht wird. Als Kombinationspräparat dient es der Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen. Es enthält die Wirkstoffe Budesonid, ein inhalatives Kortikosteroid (IKS), und Formoterolfumaratdihydrat, einen langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA).

Die Hauptanwendungsgebiete sind:

  • Asthma: Symbicort eignet sich zur Dauerbehandlung von Asthma bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, sofern eine Kombinationstherapie aus IKS und LABA medizinisch sinnvoll ist. Dies ist der Fall, wenn das Asthma mit Kortikosteroiden und Bedarfsmedikamenten allein nicht kontrolliert werden kann oder wenn Patienten bereits gut auf beide Wirkstoffe eingestellt sind. Es ist nicht für die Erstbehandlung von Asthma vorgesehen.
  • COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung): Ärzte verschreiben es zur symptomatischen Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer COPD. Voraussetzung ist, dass trotz einer regelmäßigen Therapie mit Bronchodilatatoren bereits Krankheitsschübe (Exazerbationen) aufgetreten sind. Die Behandlung soll Symptome lindern und die Häufigkeit von Schüben reduzieren.

Symbicort ist ein Medikament für die Erhaltungstherapie. Die regelmäßige Anwendung ist notwendig, um die Krankheit unter Kontrolle zu halten. Für einen akuten Asthmaanfall ist es nicht geeignet. Dafür benötigen Patienten einen separaten, schnell wirksamen Inhalator.

Wie wirkt Symbicort?

Symbicort verdankt seine Wirksamkeit der Kombination zweier Wirkstoffe, deren Mechanismen sich gegenseitig ergänzen. Zusammen reduzieren sie Asthma- und COPD-Exazerbationen.

Budesonid: Als Kortikosteroid wirkt Budesonid stark entzündungshemmend. Es wird direkt in die Atemwege inhaliert und reduziert dort Schwellungen und Entzündungsprozesse. Budesonid hemmt die Aktivität von Entzündungszellen und Botenstoffen. Das führt zu einer Linderung der Symptome und senkt die Frequenz von Krankheitsschüben.

Formoterol: Dieser Wirkstoff gehört zur Gruppe der langwirksamen Beta-2-Agonisten und wirkt als Bronchodilatator. Er entspannt die glatte Muskulatur in den Bronchialwänden, was die Atemwege erweitert und das Atmen erleichtert. Die Wirkung von Formoterol setzt schnell ein, meist innerhalb von ein bis drei Minuten, und hält für mindestens 12 Stunden an. Diese anhaltende Bronchienerweiterung hilft, die Atemwege Tag und Nacht offen zu halten.

Dosierung und korrekte Anwendung

Symbicort ist ausschließlich zur Inhalation bestimmt. Die genaue Dosierung legt der Arzt fest; sie richtet sich nach der Erkrankung und deren Schweregrad. Üblicherweise inhalieren Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bei Asthma und COPD zweimal täglich (morgens und abends) je zwei Dosen.

Damit der Wirkstoff die Lunge erreicht, ist die korrekte Inhalationstechnik entscheidend. Nach jeder Anwendung sollte der Mund gründlich mit Wasser ausgespült werden, ohne das Wasser zu schlucken. Diese Maßnahme verringert das Risiko für Nebenwirkungen im Mund- und Rachenraum, insbesondere für Soor (eine Pilzinfektion).

Wurde eine Dosis vergessen, sollte die nächste zur gewohnten Zeit inhaliert werden. Eine verdoppelte Dosis als Ausgleich ist nicht sinnvoll. Nur die regelmäßige Anwendung sichert den vollen therapeutischen Nutzen. Die Einnahme ist nicht an Mahlzeiten gebunden.

Mögliche Nebenwirkungen

Während der Behandlung mit Symbicort können Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten zählen Kopfschmerzen, Rachenreizungen, Heiserkeit und Pilzinfektionen im Mund (Soor). Das Risiko für Soor lässt sich durch das Ausspülen des Mundes nach jeder Inhalation deutlich reduzieren.

Ebenfalls häufig können folgende Beschwerden auftreten:

  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Rückenschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Leichtes Zittern (Tremor)

In selteneren Fällen sind auch schwerwiegende Nebenwirkungen möglich. Dazu gehören eine plötzliche Zunahme von pfeifender Atmung nach der Anwendung (paradoxer Bronchospasmus), schwere allergische Reaktionen, Effekte auf das Herz-Kreislauf-System wie Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen. Besonders bei COPD-Patienten kann das Risiko für eine Lungenentzündung steigen.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Langwirksame Beta-2-Agonisten (LABA) wie Formoterol erhöhen das Risiko für asthmabedingte Todesfälle. Eine große klinische Studie zeigte zudem ein erhöhtes Risiko für asthmabedingte Krankenhausaufenthalte bei Kindern und Jugendlichen. Symbicort sollte nicht zur Linderung eines akuten Bronchospasmus eingesetzt werden.

Bei einer Langzeitanwendung hoher Dosen sind systemische Effekte möglich. Diese können eine verringerte Knochendichte, Augenprobleme wie Grüner Star (Glaukom) oder Grauer Star (Katarakt) sowie eine beeinträchtigte Funktion der Nebennieren umfassen.

Wann darf Symbicort nicht angewendet werden? (Gegenanzeigen)

In bestimmten Fällen darf Symbicort nicht angewendet werden:

  • Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Budesonid, Formoterol oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments, wie Laktose.
  • Zur primären Behandlung eines Status asthmaticus oder anderer akuter Asthma- oder COPD-Schübe, die intensive medizinische Maßnahmen erfordern.

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion oder schweren Leberfunktionsstörungen geboten. Patienten mit einem geschwächten Immunsystem sollten zudem den Kontakt mit ansteckenden Krankheiten wie Windpocken oder Masern meiden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Andere Medikamente können die Wirkung von Symbicort beeinflussen oder das Risiko für Nebenwirkungen verändern. Daher ist es wichtig, den behandelnden Arzt über alle eingenommenen Arzneimittel, auch rezeptfreie, zu informieren.

  • Starke CYP3A4-Hemmer: Wirkstoffe wie Ketoconazol, Itraconazol (gegen Pilzinfektionen) oder Ritonavir (in der HIV-Therapie) können die Konzentration von Budesonid im Blutkreislauf stark erhöhen. Dies steigert das Risiko für Nebenwirkungen.
  • Betablocker: Diese Medikamente werden unter anderem bei Bluthochdruck oder Herzerkrankungen eingesetzt und sind auch in manchen Augentropfen enthalten. Sie können die Wirkung von Formoterol abschwächen und bei Asthmatikern schwere Bronchospasmen auslösen.
  • Bestimmte Diuretika: Die gleichzeitige Einnahme von entwässernden Medikamenten (Schleifen- oder Thiaziddiuretika) kann den Kaliumspiegel im Blut senken. Ein dadurch entstehender Kaliummangel kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen.
  • Antidepressiva: Einige Antidepressiva, darunter MAO-Hemmer und trizyklische Antidepressiva, können die Effekte von Formoterol auf das Herz-Kreislauf-System verstärken.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine umfassende Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ist vor Therapiebeginn unverzichtbar.

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