Lamisil (Terbinafin) zur Behandlung von Pilzinfektionen

Lamisil ist ein Antimykotikum mit dem Wirkstoff Terbinafinhydrochlorid. Es gehört zur Medikamentenklasse der Allylamine und wurde für die Therapie hartnäckiger Pilzinfektionen entwickelt. Terbinafin wirkt fungizid, was bedeutet, dass es Pilzzellen aktiv abtötet, anstatt nur ihr Wachstum zu hemmen. Dies führt zu einer gründlichen Beseitigung der Infektion.

Das Medikament wird häufig bei Onychomykose (Nagelpilz) an Finger- und Zehennägeln eingesetzt. Es ist auch wirksam bei schweren Hautpilzinfektionen wie Tinea corporis (Ringelflechte), Tinea cruris (Pilzinfektion im Leistenbereich) und Tinea pedis (Fußpilz), wenn eine äußerliche Behandlung allein nicht ausreicht. Die Einnahme als Tablette stellt sicher, dass der Wirkstoff den Infektionsherd von innen erreicht und sich dort anreichert.

Produkt Dosierung Menge Preis Bestellen
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Was ist Lamisil und wofür wird es angewendet?

Lamisil ist ein Antipilzmittel in Tablettenform mit dem Wirkstoff Terbinafin. Es dient der systemischen Behandlung von verschiedenen Pilzinfektionen, die durch Dermatophyten ausgelöst werden. Die Tabletten werden hauptsächlich in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • Onychomykose: Pilzbefall der Finger- und Zehennägel, auch Tinea unguium genannt. Dies ist eine der häufigsten Anwendungen für Lamisil.
  • Tinea Capitis: Eine Pilzinfektion der Kopfhaut, die oft bei Kindern vorkommt.
  • Schwere Hautpilzinfektionen: Dazu zählen ausgedehnte oder schwer behandelbare Fälle von Ringelflechte (Tinea corporis), Pilzinfektionen der Leistengegend (Tinea cruris) und Fußpilz (Tinea pedis).
  • Kutane Candidose: Hautinfektionen durch Hefepilze der Gattung Candida, bei denen eine orale Therapie medizinisch sinnvoll ist.

Terbinafin ist nicht nur als Tablette, sondern auch als Creme oder Spray für die äußerliche Anwendung verfügbar. Diese topischen Formen eignen sich für oberflächliche Hautinfektionen, sind zur Behandlung von Nagelpilz jedoch ungeeignet.

Wie wirkt Terbinafin im Körper?

Terbinafin greift gezielt in den Stoffwechsel der Pilzzelle ein. Der Wirkstoff blockiert das Enzym Squalenepoxidase, welches für den Pilz überlebenswichtig ist. Diese Blockade hat zwei Folgen für die Pilzzelle:

  1. Ergosterol-Mangel: Das Enzym wird für die Herstellung von Ergosterol benötigt. Ergosterol ist ein zentraler Baustein der Pilzzellmembran, der ihr Stabilität und Funktion verleiht. Ohne Ergosterol wird die Zellmembran undicht und instabil.
  2. Ansammlung von Squalen: Gleichzeitig staut sich durch die Enzymblockade Squalen in der Zelle an. In hoher Konzentration ist Squalen für die Pilzzelle giftig.

Diese doppelte Wirkung – der Mangel am Baustoff Ergosterol und die toxische Squalen-Ansammlung – zerstört die Pilzzelle. Dieser fungizide Effekt bekämpft die Infektion. Terbinafin wirkt dabei sehr selektiv auf das Pilzenzym und beeinflusst die menschliche Cholesterinproduktion kaum.

Richtige Einnahme und Dosierung von Lamisil

Die Standarddosis für Erwachsene beträgt eine Tablette mit 250 mg Terbinafin einmal pro Tag. Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art und Schwere der Infektion und ist für den Erfolg der Therapie entscheidend.

Typische Behandlungszeiträume sind:

  • Nagelpilz an den Fingernägeln: 6 Wochen.
  • Nagelpilz an den Zehennägeln: 12 Wochen.
  • Fußpilz (Tinea pedis): 2 bis 6 Wochen.
  • Ringelflechte oder Tinea cruris: 2 bis 4 Wochen.

Führen Sie die Behandlung für die gesamte verordnete Dauer fort, auch wenn sich die Symptome schon vorher verbessern. Ein vorzeitiger Abbruch erhöht das Risiko, dass die Infektion zurückkehrt. Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Bei Magenbeschwerden ist die Einnahme zu einer Mahlzeit ratsam.

Haben Sie eine Dosis vergessen, holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie es bemerken. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene aus und folgen Sie Ihrem normalen Schema. Verdoppeln Sie niemals die Dosis, um eine vergessene auszugleichen.

Mögliche Nebenwirkungen von Lamisil

Wie bei anderen Medikamenten können auch bei der Einnahme von Lamisil Nebenwirkungen auftreten, auch wenn diese nicht jeden betreffen. Die meisten Reaktionen sind leicht und klingen wieder ab.

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Magen-Darm-System: Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Durchfall und Völlegefühl.
  • Nervensystem: Kopfschmerzen.
  • Haut: Hautausschlag, Nesselsucht und Juckreiz.
  • Bewegungsapparat: Gelenk- (Arthralgie) und Muskelschmerzen (Myalgie).
  • Sinnesorgane: Geschmacksstörungen (Dysgeusie) bis hin zum vollständigen Geschmacksverlust (Ageusie). Diese können sehr belastend sein und in seltenen Fällen auch nach dem Absetzen des Medikaments anhalten.

Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen:

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen einer Leberschädigung bemerken. Dazu gehören anhaltende Übelkeit, Appetitlosigkeit, starke Müdigkeit, Erbrechen, Schmerzen im rechten Oberbauch, dunkler Urin, heller Stuhl oder eine Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht). Schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und Veränderungen des Blutbildes sind ebenfalls möglich. Beim Auftreten solcher Symptome muss die Behandlung sofort beendet und ein Arzt aufgesucht werden.

Wann darf Lamisil nicht eingenommen werden? (Kontraindikationen)

Lamisil ist unter bestimmten Bedingungen nicht zur Einnahme geeignet. Zu den Kontraindikationen zählen:

  • Eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Terbinafin oder andere Bestandteile des Medikaments.
  • Eine chronische oder aktive Lebererkrankung. Die Leberfunktion sollte vor Therapiebeginn überprüft werden.
  • Eine schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min). Hier wird die Anwendung nicht empfohlen oder die Dosis muss angepasst werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Terbinafin kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen oder von diesen beeinflusst werden. Informieren Sie daher Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Der Wirkstoff hemmt das Leberenzym CYP2D6. Dadurch kann sich die Konzentration von Medikamenten im Blut erhöhen, die über dieses Enzym abgebaut werden. Beispiele sind bestimmte Antidepressiva (trizyklische Antidepressiva, SSRIs), Betablocker und Antiarrhythmika. Eventuell muss deren Dosis angepasst werden.

Andere Medikamente können wiederum die Wirkung von Terbinafin verändern. Rifampicin kann dessen Abbau beschleunigen und die Wirksamkeit mindern. Cimetidin oder Fluconazol können den Abbau verlangsamen und das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen. Terbinafin kann zudem den Abbau von Koffein im Körper verlangsamen.

Häufig gestellte Fragen zu Lamisil (Terbinafin)

Wie schnell wirkt Lamisil bei Nagelpilz?

Eine Behandlung von Nagelpilz erfordert Geduld. Die Therapie mit Lamisil-Tabletten dauert bei Fingernägeln etwa 6 Wochen, bei Zehennägeln 12 Wochen. Der Wirkstoff bekämpft den Pilz von innen. Ein sichtbarer Erfolg stellt sich jedoch erst ein, wenn der gesunde Nagel nachwächst und den befallenen Nagelteil ersetzt. Dieser Vorgang kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Kann ich Lamisil zusammen mit Nahrung einnehmen?

Ja, Sie können Lamisil-Tabletten unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen. Die Aufnahme des Wirkstoffs wird durch Nahrung kaum beeinflusst. Bei einem empfindlichen Magen kann es aber helfen, die Tablette zu einer Mahlzeit einzunehmen, um Beschwerden zu vermeiden.

Welche sind die häufigsten Nebenwirkungen?

Die häufigsten Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt und äußern sich in Form von Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen. Auch Kopfschmerzen, Hautausschläge und Geschmacksstörungen kommen relativ oft vor. Die meisten dieser Symptome sind mild und legen sich im Verlauf der Behandlung oft von selbst.

Ist Lamisil für jeden geeignet?

Nein, Lamisil darf nicht von jedem eingenommen werden. Personen mit einer aktiven oder chronischen Lebererkrankung dürfen das Medikament nicht anwenden. Besondere Vorsicht ist auch bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion geboten. Vor der Einnahme ist eine ärztliche Abklärung notwendig, um mögliche Risiken auszuschließen.

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