Glyxambi: Duale Therapie für Typ-2-Diabetes

Glyxambi ist ein verschreibungspflichtiges Medikament für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes. Es wird zusammen mit einer angepassten Ernährung und Bewegung angewendet, um den Blutzucker besser zu regulieren. Das Medikament vereint die zwei Wirkstoffe Empagliflozin und Linagliptin in einer einzigen Tablette.

Diese Wirkstoffkombination verfolgt einen zweifachen Ansatz zur Blutzuckersenkung. Empagliflozin ist ein SGLT2-Hemmer und Linagliptin ein DPP-4-Hemmer. Zusammen helfen sie dem Körper, den Blutzuckerspiegel über zwei verschiedene, sich ergänzende Wege zu steuern. Glyxambi eignet sich nicht zur Therapie von Typ-1-Diabetes oder einer diabetischen Ketoazidose.

Produkt Dosierung Menge Preis Bestellen
Glyxambi 25/5 mgmg 30 pill €157.40
Glyxambi 25/5 mgmg 60 pill €309.57
Glyxambi 25/5 mgmg 90 pill €452.99

Was ist Glyxambi?

Glyxambi ist ein Kombinationsarzneimittel für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes. Es enthält die Wirkstoffe Empagliflozin und Linagliptin, um die Blutzuckerkontrolle zu verbessern, falls eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung nicht den gewünschten Erfolg bringen. Für Patienten, die neben Typ-2-Diabetes auch eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben, kann Empagliflozin zusätzlich das Risiko senken, an den Folgen einer solchen Erkrankung zu versterben.

Wie Glyxambi wirkt

Glyxambi kombiniert zwei Wirkmechanismen, die an unterschiedlichen Stellen im Körper ansetzen, um den Blutzucker zu regulieren.

  • Empagliflozin (SGLT2-Hemmer): Dieser Wirkstoff entfaltet seine Wirkung in den Nieren. Dort blockiert er das Protein SGLT2 (Natrium-Glukose-Co-Transporter 2). Dieses Protein sorgt normalerweise dafür, dass Zucker aus dem Urin zurück ins Blut gelangt. Durch die Blockade wird überschüssiger Zucker stattdessen mit dem Urin ausgeschieden. Dieser Mechanismus senkt den Blutzucker, ohne die Insulinproduktion des Körpers zu beeinflussen.
  • Linagliptin (DPP-4-Hemmer): Dieser Wirkstoff beeinflusst das Inkretinsystem. Nach dem Essen schüttet der Körper Inkretinhormone aus. Diese regen die Bauchspeicheldrüse zur Insulinproduktion an und bremsen zugleich die Abgabe von blutzuckersteigerndem Glukagon. Das Enzym DPP-4 baut diese nützlichen Hormone jedoch schnell wieder ab. Linagliptin hemmt dieses Enzym. Dadurch bleiben die Inkretinhormone länger aktiv und können den Blutzucker effektiver senken.

Dieser zweifache Ansatz ermöglicht eine bessere Kontrolle des Nüchternblutzuckers und der Werte nach dem Essen.

Dosierung und richtige Anwendung

Glyxambi ist in den Stärken 10 mg Empagliflozin / 5 mg Linagliptin sowie 25 mg Empagliflozin / 5 mg Linagliptin verfügbar. Üblicherweise beginnt die Behandlung mit einer Tablette der Stärke 10 mg/5 mg, die einmal täglich morgens eingenommen wird. Falls eine stärkere Blutzuckersenkung nötig ist und die Dosis gut vertragen wird, kann der Arzt die Dosis auf 25 mg/5 mg täglich erhöhen.

Sie können die Tablette mit oder ohne eine Mahlzeit einnehmen. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut und im Ganzen. Sie sollte nicht geteilt oder zerstoßen werden. Falls Sie eine Einnahme vergessen, holen Sie diese nach, sobald Sie es bemerken. Steht aber bereits die nächste reguläre Dosis kurz bevor, lassen Sie die vergessene Tablette aus. Verdoppeln Sie die nächste Dosis nicht, um eine vergessene auszugleichen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten. Eine Behandlung sollte nicht begonnen werden, wenn die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) unter 45 ml/min/1,73 m² liegt. Das Medikament darf nicht angewendet werden, wenn die eGFR einen Wert von 30 ml/min/1,73 m² unterschreitet.

Mögliche Nebenwirkungen

Unter der Einnahme von Glyxambi können Nebenwirkungen auftreten, diese betreffen aber nicht jeden Anwender. Häufig beobachtete Nebenwirkungen sind zum Beispiel:

  • Harnwegsinfektionen
  • Genitale Pilzinfektionen (insbesondere bei Frauen)
  • Nasopharyngitis (Erkältungssymptome wie laufende Nase und Halsschmerzen)
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Durst
  • Gelenkschmerzen

Selten kommt es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, die umgehend medizinisch abgeklärt werden müssen. Hierzu gehören Flüssigkeitsmangel (Dehydration), schwere Harnwegsinfektionen, die in eine Blutvergiftung (Urosepsis) übergehen können, und die diabetische Ketoazidose. Anzeichen einer Ketoazidose sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, extreme Müdigkeit und Atemnot. Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder schwere Hautreaktionen wie das bullöse Pemphigoid sind ebenfalls seltene, aber ernste Risiken.

Wichtige Warnhinweise und Gegenanzeigen

In bestimmten Fällen darf Glyxambi nicht angewendet werden:

  • Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes.
  • Zur Behandlung einer diabetischen Ketoazidose.
  • Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, terminaler Niereninsuffizienz oder bei Dialysepflicht.
  • Bei Personen mit bekannter schwerer Überempfindlichkeit gegen Empagliflozin, Linagliptin oder einen der sonstigen Bestandteile.

Vorsicht ist geboten bei älteren Patienten, bei niedrigem Blutdruck oder bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika (Wassertabletten), da dies das Risiko für einen Flüssigkeitsmangel erhöhen kann. Wenn Glyxambi zusammen mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen angewendet wird, steigt das Risiko für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie). In diesem Fall muss eventuell die Dosis der anderen Medikamente angepasst werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, welche Medikamente Sie anwenden, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden. Die Einnahme von harntreibenden Mitteln (Diuretika) zusammen mit Glyxambi kann das Risiko für Dehydration und niedrigen Blutdruck steigern. Wird Glyxambi mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen kombiniert, muss deren Dosis womöglich reduziert werden, um Unterzuckerungen vorzubeugen. Bestimmte Wirkstoffe, wie zum Beispiel Rifampicin, können die Wirkung von Linagliptin abschwächen.

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