Asthma

Asthma-Inhalatoren: Behandlung & schnelle Linderung

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Was ist Asthma?

Asthma ist eine chronische Lungenkrankheit. Dabei sind die Atemwege dauerhaft entzündet und reagieren überempfindlich. Durch diese Entzündung schwellen die Atemwege an und verengen sich, wenn sie bestimmten Auslösern ausgesetzt sind. Das Atmen wird dadurch erschwert und die bekannten Asthmasymptome treten auf. Die Krankheit kann in jedem Lebensalter beginnen und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine durchgehende Behandlung ist notwendig, um die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität zu erhalten.

Symptome und Auslöser von Asthma

Asthmasymptome treten oft nicht konstant, sondern schubweise auf. Meist geschieht dies nach dem Kontakt mit bestimmten Auslösern. Diese Anzeichen und Trigger zu kennen, ist ein wichtiger Teil im Umgang mit der Erkrankung.

Häufige Asthmasymptome

Die vier Hauptsymptome von Asthma sind:

  • Atemnot: Das Gefühl, nicht ausreichend Luft zu bekommen.
  • Pfeifende Atmung (Giemen): Ein hochfrequentes Geräusch, das hauptsächlich beim Ausatmen hörbar ist.
  • Husten: Der Hustenreiz verstärkt sich oft nachts oder in den frühen Morgenstunden.
  • Engegefühl in der Brust: Ein drückendes oder beengendes Gefühl im Brustkorb.

Typische Auslöser

Viele verschiedene Faktoren können einen Asthmaanfall provozieren. Zu den häufigsten zählen:

  • Allergene: Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Tierhaare.
  • Reizstoffe in der Luft: Dazu gehören Zigarettenrauch, Abgase, starke Gerüche oder chemische Dämpfe.
  • Atemwegsinfektionen: Eine Erkältung oder Grippe kann die Asthmasymptome verschlimmern.
  • Körperliche Anstrengung: Bei manchen Menschen löst Sport allein die Symptome aus.
  • Weitere Faktoren: Auch Stress, bestimmte Wetterlagen oder einige Medikamente können als Auslöser wirken.

Wie Asthma-Inhalatoren wirken

Asthma-Inhalatoren sind medizinische Geräte, die Wirkstoffe als feinen Nebel direkt in die Lunge befördern. So können sie gezielt und schnell dort wirken, wo sie gebraucht werden. Notfallinhalatoren enthalten Wirkstoffe wie Salbutamol (in Ventolin), die zu den Bronchodilatatoren gehören. Diese Medikamente entspannen die verkrampfte Muskulatur, die die Atemwege umschließt. Infolgedessen weiten sich die Atemwege, die Luft kann wieder frei fließen und akute Symptome wie Atemnot bessern sich innerhalb von Minuten.

Arten von Asthma-Inhalatoren

In der Asthmatherapie gibt es zwei Haupttypen von Inhalatoren mit unterschiedlichen Aufgaben.

Reliever-Inhalatoren (Notfallinhalatoren)

Reliever, oft als "blaue Inhalatoren" bekannt, werden bei Bedarf eingesetzt, um akute Symptome schnell zu lindern. Sie enthalten kurzwirksame Bronchodilatatoren. Bekannte Beispiele sind Ventolin, Salamol und Airomir. Sie sind für die Behandlung eines plötzlichen Asthmaanfalls unverzichtbar.

Preventer-Inhalatoren (Kontrollinhalatoren)

Preventer-Inhalatoren werden täglich angewendet. Ihr Ziel ist es, die zugrunde liegende Entzündung der Atemwege zu behandeln und so Anfällen vorzubeugen. Sie enthalten meist Kortikosteroide. Bei regelmäßiger Anwendung sinkt die Überempfindlichkeit der Atemwege, wodurch der Bedarf an Notfallsprays abnimmt.

Umgang mit einem Asthmaanfall

Ein Asthmaanfall ist eine ernste Zuspitzung der Symptome. Anzeichen sind schwere Atemnot, lautes pfeifendes Atmen und ein starkes Engegefühl in der Brust, das sich auch nach der Anwendung des Notfallsprays nicht bessert. Wenn Ihr blauer Inhalator nach mehreren Hüben keine Linderung bringt, holen Sie sofort medizinische Hilfe. Schnelles Handeln ist notwendig, um ernste gesundheitliche Folgen zu verhindern.

Langfristiges Management von Asthma

Asthma ist nicht heilbar, lässt sich mit der richtigen Strategie aber gut kontrollieren. Kern der Behandlung ist die regelmäßige Anwendung der verschriebenen Medikamente, vor allem des Preventer-Inhalators. Zusätzlich hilft es, bekannte Auslöser zu meiden. Auch ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung und der Verzicht auf das Rauchen stärkt die Lungenfunktion. Jährliche Grippeschutzimpfungen und regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen sind ebenfalls Teil eines guten Asthma-Managements.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann Asthma von selbst verschwinden?

Asthma ist eine meist lebenslange Erkrankung. Zwar können die Symptome bei Kindern im Jugendalter nachlassen oder ganz aufhören, sie können aber im späteren Leben wiederkehren. Eine vollständige Heilung gibt es derzeit nicht, aber mit der richtigen Behandlung lässt sich eine fast vollständige Symptomfreiheit erreichen.

Was passiert, wenn Asthma nicht behandelt wird?

Unbehandeltes Asthma führt zu häufigeren Anfällen und einer Zunahme der Symptome. Die ständige Entzündung kann die Atemwege auf Dauer schädigen. Dies kann eine bleibende Verengung der Atemwege und eine dauerhaft eingeschränkte Lungenfunktion zur Folge haben. Eine konsequente Therapie beugt diesen Langzeitschäden vor.

Was ist die Erstbehandlung bei Asthma bei Erwachsenen?

Bei Erwachsenen mit mildem Asthma besteht die Erstbehandlung oft aus einem Reliever-Inhalator mit Salbutamol. Dieser wird nur bei Bedarf angewendet. Treten die Symptome häufiger auf, wird zusätzlich ein Preventer-Inhalator für die tägliche Anwendung verschrieben. Er dient dazu, die Entzündung in den Atemwegen zu kontrollieren.

Sind Asthma-Inhalatoren sicher?

Bei korrekter Anwendung sind Asthma-Inhalatoren sicher und sehr wirksam. Mögliche Nebenwirkungen von Reliever-Inhalatoren sind meist mild. Dazu können leichtes Zittern, Kopfschmerzen oder ein schnellerer Herzschlag gehören. Diese Effekte klingen normalerweise schnell wieder ab. Der Nutzen, schwere Asthmasymptome zu verhindern, überwiegt diese möglichen Nebenwirkungen deutlich.