Asthma
In 2 bis 5 Minuten wieder frei atmen: Was Notfallsprays genau machen
Plötzlich zieht sich die Brust zusammen und das Atmen fällt schwer. Kennst du dieses beängstigende Gefül? Man bekommt einfach nicht genug Sauerstoff rein. Genau für solche Momente gibt's die sogenannten Bedarfsmedikamente. Also meistens die blauen Inhalatoren, die Wirkstoffe wie Salbutamol enthalten.
Ehrlich gesagt, diese kleinen Helfer wirken extrem schnell. Meistens spürt man schon nach zwei bis fünf Minuten, wie sich die verkrampften Bronchien wieder entspannen. Und das ist im Notfall eine riesige Erleichterung! Aberchtung: Sie lösen nicht die Entzündung in den Atemwegen. Sie machen nur kurzfristig die Wege frei.
Kortison für 24 Stunden Schutz: Die tägliche Langzeitmedikation
Wer regelmäßig mit Atemnot kämpft, braucht oft mehr als nur ein Notfallspray für zwischendurch. Hier kommen die Langzeit-Inhalatoren ins Spiel. Sagen wir es mal so: Das sind die eigentlichen Beschützer deiner Lunge. Die muss man jeden Tag nehmen. Auch dann, wenn man sich eigentlich völlig gesund fühlt.
Klingt nervig? Ist aber super wichtig.
Diese Sprays enthalten meistens ganz gering dosiertes Kortison. Keine Angst, das ist nicht das Kortison was man als schwere Tablette einnimmt. Es wirkt direkt vor Ort in der Lunge. Es sorgt dafür, dass die Schleimhäute gar nicht erst so stark anschwellen. Wer sein Schutzspray gewissenhaft nutzt, braucht den Notfall-Inhalator viel seltener. So einfach ist das im Grunde.
Pulver oder Dosieraerosol: Welche Form passt zu deiner Lunge?
Es gibt verschiedene Wege, wie der Wirkstoff am besten in die Atemwege gelangt. Welches System für dich richtig ist hängt oft davon ab, wie kräftig du einatmen kannst.
- Dosieraerosole: Da drückt man oben drauf und ein feiner Sprühnebel kommt raus. Gleichzeitig muss man langsam und tief einatmen. Das erfordert ein bichen Koordination, ehrlich gesagt. Wenn das schwerfällt, hilft eine kleine Plastikkammer als Vorsatz (ein sogenannter Spacer).
- Pulverinhalatoren: Hier gibt es keinen automatischen Sprühstoß. Du musst einfach selbst kräftig und tief durch das Mundstück einsaugen. Das Pulver verteilt sich durch deinen eigenen Atemzug ganz tief in der Lunge.
3 häufige Fehler beim Einatmen und wie man sie vermeidet
Viele Menschen nutzen ihren Inhalator jahrelang, aber machen unbemerkt kleine Fehler. Dadurch landet viel zu wenig Wirkstoff dort wo er hin soll.
Erster Fehler: Vor dem Sprühen nicht gründlich ausatmen. Wenn die Lunge noch halb voll Luft ist, passt das Medikament gar nicht richtig rein. Zweiter Fehler: Nach dem Inhalieren sofort wieder ausatmen. Man sollte wirklich für etwa 5 bis 10 Sekunden die Luft anhalten. So setzen sich die feinen Tröpfchen in den Bronchien ab. Und der dritte Punkt betrifft Kortison-Sprays: Danach immer den Mund gründlich ausspülen oder etwas kleines essen. Sonst kann sich leicht Heiserkeit oder Pilz im Mund bilden. Wenn man das einmal verinnerlicht hat geht's wie von selbst.