Dimenhydrinat: Wirksame Hilfe bei Reisekrankheit
Dimenhydrinat ist ein Arzneistoff zur Vorbeugung und Therapie der Reisekrankheit. Als Antihistaminikum bekämpft es gezielt die typischen Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Diese Beschwerden können bei Fahrten mit dem Auto, dem Schiff oder im Flugzeug auftreten. Der Wirkstoff unterbricht die dafür verantwortlichen Signale im Gehirn.
Die Wirkung beginnt meist schnell, oft schon nach 15 bis 30 Minuten. Sie hält dann für mehrere Stunden an und kann so für eine beschwerdefreie Reise sorgen.
| Produkt | Dosierung | Menge | Preis | Bestellen |
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Wie Dimenhydrinat die Symptome der Reisekrankheit bekämpft
Dimenhydrinat ist ein Antihistaminikum der ersten Generation. Seine Wirksamkeit gegen Reisekrankheit beruht auf anticholinergen und antihistaminergen Eigenschaften. Reisekrankheit selbst wird durch widersprüchliche Signale ausgelöst, die das Gehirn gleichzeitig vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr und von den Augen erhält. Diese widersprüchlichen Informationen stimulieren das Brechzentrum.
Der Wirkstoff blockiert hierfür zentrale Histamin-H1-Rezeptoren sowie muskarinische Acetylcholin-Rezeptoren, vor allem im Vestibularsystem und der Chemorezeptor-Triggerzone. Durch diese Blockade wird die Übertragung von Nervenimpulsen gedämpft, die Übelkeit und Erbrechen verursachen. Nach der Einnahme beginnt die Wirkung normalerweise nach 15 bis 30 Minuten und hält für etwa 3 bis 6 Stunden an.
Korrekte Anwendung und Dosierung von Dimenhydrinat
Für eine sichere und wirksame Anwendung muss die korrekte Dosierung eingehalten werden. Diese richtet sich nach dem Alter und dem individuellen Ansprechen des Patienten.
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: Nehmen Sie bei Bedarf alle 4 bis 6 Stunden 50 mg bis 100 mg ein. Die Tageshöchstdosis von 400 mg innerhalb von 24 Stunden darf nicht überschritten werden.
- Zur Vorbeugung: Die erste Dosis sollte 30 bis 60 Minuten vor Reisebeginn eingenommen werden, um das Auftreten von Symptomen zu verhindern.
- Einnahme: Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten geschluckt werden. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte sie mit Nahrung oder einem Glas Milch einnehmen, um Beschwerden zu vermeiden.
Falls Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie es bemerken. Steht jedoch bereits die nächste reguläre Dosis an, lassen Sie die vergessene aus. Verdoppeln Sie niemals die Dosis, um eine versäumte Einnahme zu kompensieren.
Mögliche Nebenwirkungen und was zu beachten ist
Wie jedes Arzneimittel kann auch Dimenhydrinat Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen hängen mit den anticholinergen Eigenschaften des Medikaments zusammen.
Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen:
- Schläfrigkeit und Benommenheit
- Schwindelgefühl
- Trockenheit der Schleimhäute in Mund, Nase und Rachen
- Verschwommenes Sehen
Wegen der möglichen Schläfrigkeit ist besondere Vorsicht geboten. Die Fähigkeit, aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen oder Maschinen zu bedienen, kann stark eingeschränkt sein. Seltener treten Unruhe, Nervosität oder Schlafstörungen auf, vor allem bei Kindern. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn schwere Reaktionen wie Hautausschlag, Atemprobleme oder Herzrhythmusstörungen auftreten.
Wichtige Gegenanzeigen und Warnhinweise
In manchen Fällen darf Dimenhydrinat nicht oder nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Eine Einnahme ist bei folgenden Zuständen kontraindiziert:
- Überempfindlichkeit gegen Dimenhydrinat oder andere Antihistaminika
- Akuter Winkelblockglaukom (Engwinkelglaukom)
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Akuter Asthmaanfall
Besondere Vorsicht gilt bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen, Herzerkrankungen oder Störungen der Leber- und Nierenfunktion. Ältere Patienten reagieren mitunter empfindlicher auf Nebenwirkungen und sollten mit einer geringeren Dosis beginnen. Bei Kindern unter zwei Jahren darf das Medikament nur auf ärztliche Anweisung verwendet werden.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Dimenhydrinat kann mit anderen Medikamenten interagieren. Dadurch kann sich deren Wirkung verändern oder das Risiko für Nebenwirkungen steigen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Arzneimittel, die Sie anwenden.
Die beruhigende Wirkung von Dimenhydrinat wird durch den gleichzeitigen Konsum von Alkohol oder anderen zentral dämpfenden Substanzen verstärkt. Dazu gehören Beruhigungsmittel, Schlafmittel und Opioide. Die Kombination kann zu ausgeprägter Schläfrigkeit und einer verlangsamten Reaktion führen.
Auch andere Medikamente mit anticholinergen Effekten, zum Beispiel trizyklische Antidepressiva, verstärken diese Wirkung. Das erhöht das Risiko für Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Sehstörungen und Harnverhalt. MAO-Hemmer können die anticholinerge Wirkung von Dimenhydrinat verlängern und intensivieren.
Häufig gestellte Fragen zu Dimenhydrinat
Wie schnell wirkt Dimenhydrinat?
Die Wirkung von Dimenhydrinat beginnt meist 15 bis 30 Minuten nach der Einnahme. Um optimal vorzubeugen, sollte es daher etwa 30 bis 60 Minuten vor Reiseantritt eingenommen werden.
Wie lange hält die Wirkung an?
Die Wirkdauer beträgt normalerweise 3 bis 6 Stunden. Bei längeren Reisen kann eine weitere Dosis entsprechend der Dosierungsempfehlung notwendig werden.
Kann ich nach der Einnahme von Dimenhydrinat Auto fahren?
Nein, davon wird dringend abgeraten. Dimenhydrinat verursacht oft starke Schläfrigkeit und beeinträchtigt das Reaktionsvermögen erheblich. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine schweren Maschinen, bis Sie wissen, wie der Wirkstoff bei Ihnen wirkt.
Darf ich Dimenhydrinat zusammen mit Alkohol einnehmen?
Nein. Alkohol verstärkt die beruhigende Wirkung von Dimenhydrinat deutlich. Diese Kombination kann zu starker Schläfrigkeit und Koordinationsstörungen führen und sollte unbedingt vermieden werden, da sie selten auch die Atmung verlangsamen kann.
Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
Holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie daran denken. Wenn jedoch bald die Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene aus und fahren mit dem normalen Einnahmeschema fort. Nehmen Sie keinesfalls die doppelte Menge ein.
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